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IHK-Beitrag über ipro - Digitalisierung im Qualitätsmanagement

Für die Praxis - Beitrag von Dr. Heinrich Huber, Geschäftsführer von ipro Consulting GmbH

Digitalisierung im Qualitätsmanagement

Die Geschäftswelt ist in Bewegung. Prozesse werden mobiler, globaler und schneller. Das Schlagwort „Digitalisierung” gewinnt an Bedeutung, erhöht das Tempo und bringt damit Chancen für das Qualitätsmanagement. Die „Social Collaboration“ zwischen Kunden und Mitarbeitern stellt das QM aber auch vor neue Herausforderungen.

Starre Arbeitsabläufe mit festen Orten und Zeiten beginnen sich aufzulösen. Unternehmen müssen Arbeitsbedingungen schaffen, in denen Mitarbeiter flexibel und motiviert arbeiten können. Klare Gestaltungsrichtlinien, stabile Informationstechnik und effiziente Prozesse werden bei steigendem Wettbewerb und Fachkräftemangel immer wichtiger. Die strategische Aufgabe ist nun, Softwarewerkzeuge für Arbeitsprozesse und Mitarbeiterzufriedenheit zu finden. Ein unabdingbarer Aspekt ist dabei die einfache Bedienung, leichte Erweiterbarkeit und die Unterstützung der Teamarbeit. Unternehmen, die diese Prämissen umsetzen wollen, benötigen einen vorausschauenden Ansatz. Wie muss der Arbeitsplatz organisiert sein, um die Qualität und die Motivation der Mitarbeiter zu verbessern?

Es ist bezeichnend, dass Computerwoche-Chefredakteur Heinrich Vaske die Auffassung vertritt „Digital Workplace - die Betriebe sollten endlich anfangen“. Qualitätsmanagement ohne Digitalisierung ist möglich, aber zeitraubend und fehlerträchtig. Softwaresysteme, die modellierbar und webbasiert sind, werden schneller akzeptiert. Dadurch können organisatorische Voraussetzungen im Unternehmen für Produkte und Dienstleistungen spezifischer angepasst werden.
Die Ziele der Qualitätspolitik, Verantwortungen, Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung werden kontrollierbar. Qualität ist dabei kein absoluter Maßstab, sondern stellt sich den Kundenanforderungen. Am digitalen Workplace greifen die Mitarbeiter sicher auf die Informationen und Prozesse zu. Daten aus verschiedenen Standorten und Abteilungen und Abläufe werden aktualisiert.

Digitalisierte Prozessmodellierung, Dokumentenmanagement, kontinuierlicher Verbesserungsprozesses, revisionssichere QM-Dokumentation, Auditierung, Wissensaustausch und Kommunikation setzen Ressourcen frei, führen zu Einsparungen, die anderweitig genutzt werden können. Das klassische Intranet, früher als reines Informations-Medium erdacht, hat sich im Laufe der Jahre zum Unternehmensportal entwickelt und wird heute mehr gebraucht denn je. Das Intranet ist weiterhin eine Plattform, um Change-Prozesse und Wissen zu kommunizieren. Aber auch das Unternehmens-Intranet muss ständig angepasst werden, um als zentrale Informationsoberfläche zu dienen. Das können webbasierte Qualitätsmanagementsysteme gerade für kleine und mittelständische Unternehmer heutzutage oft schneller und auf Dauer wirtschaftlicher.

Dr. Heinrich Huber ist geschäftsführender Gesellschafter ipro Consulting GmbH, Karlsruhe

Digitalisierung im Qualitätsmanagement - IHK Karlsruhe Mai 2017

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